“Guten Abschluss erreicht” :: Der Patriot

“Guten Abschluss erreicht” :: Der Patriot

„Wir hatten tolle Lehrer, die immer für uns da waren und uns unterstützten. So haben wir auch einen guten Abschluss machen können!“, blickten die Schülerinnen Lisa-Marie Krause, Ines Hönecke, Maike Piepenbreier und Laureen Thöne im Namen ihrer Mitschülerinnen und -schüler auf ihre Jahre an der Sekundarschule Anröchte/Erwitte zurück. Die jungen Menschen erhielten jetzt ihre Abschlusszeugnisse.

Anröchte / Erwitte – Den Rahmen dafür bildete eine Feierstunde, die von den Hygiene- und Abstandsregelungen geprägt war. Daher fand sie nur in einem kleinen Kreis und unter freiem Himmel auf dem Pausenhof statt. Gäste waren primär die Eltern und die Klassenlehrer.

Carola Pichmann schaute in die Runde und befand mit Blick auf die Schülerschaft der fünf Klassen der Jahrgangsstufe 10: „Ich freue mich, dass wir es geschafft haben, einen Weg zu finden euch auf eine ungewöhnliche aber doch festliche Art und Weise zu verabschieden.“ Und weiter sagte die Schulleiterin, flankiert von ihrer Stellvertreterin Ute Stukenberg: „Wenn ich eine Abschlussrede vorbereite, suche ich nach einem Impuls und Aufhänger. Diese Suche kann sehr lange dauern, diesmal brauchte ich das nicht, der Impuls war offensichtlich.

Denn unser Leben hat sich seit Mitte März so sehr verändert, die Welt ist eine andere geworden. Es ist eine schreckliche Zeit, geprägt von Trauer und Ängsten. Von einem Tag auf den anderen war alles anders, die Welt war buchstäblich auf den Kopf gestellt.“

Den Jugendlichen, die in einen neuen Lebensabschnitt starten, gab Carola Pichmann zu bedenken: „Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Das setzt voraus, dass man lösungsorientiert denkt, dass man motiviert ist, dass man kreativ und aktiv ist, dass man grundsätzlich eine positive Grundeinstellung hat.“

Abschließend betonte sie: „Ich wünsche euch, dass ihr den Willen habt, eure Wege zu suchen, um eure Ziele zu erreichen. In jedem von euch steckt ganz viel, viel mehr, als ihr euch zumutet, vielleicht auch viel mehr als andere euch zutrauen.“

Bedingt durch die Corona-Pandemie musste der Entlassjahrgang leider auf die verdiente und geplante Abschlussfeier verzichten. Um diese finanzieren zu können, starteten die „Zehner“ im Vorfeld einige spezielle Aktionen. So unter anderem eine Waffelbackaktion, um ihre ihr Kasse zu füllen. Ziel war stets, zum Abschied ein unvergessliches Fest zu feiern.

Da ihnen diese Freude verwehrt blieb, reifte die Idee, mit den bereits gesammelten 606,81 Euro anderen Menschen eine Freude zu machen. So entschieden sie sich, die Summe für das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe zu spenden.

Dafür zollte Bärbel Pantel, Möhnesee, aus Reihen des Balthasar-Freundeskreises herzlichen Dank. Sie versicherte den jungen Spendern, dass das Geld zu 100 Prozent für die Kinder und Jugendlichen, die alle unheilbar krank sind, eingesetzt werde.

Mit freundlicher Genehmigung: (c) Görge, Der Patriot

Getagged mit: ,