“Jeden Tag eine Präsentation” :: Der Patriot

Mit unterschiedlichen Stereotypen in der Welt der sozialen Medien setzte sich Schülern Celine Achenbach (M.) während der LernFerien auseinander. Bei der Anmeldung unterstützten sie die stellvertretenden Schulleiterin Ute Stukenberg (l.) und ihre Klassenlehrerin Daniela Weidlich.    Foto: Assmann

ANRÖCHTE / ERWITTE    Schon Wochen vor den Ferien malen sich die meisten Schüler aus, was sie in ihrer Freizeit unternehmen können. Eine eher ungewöhnliche Art der Freizeitgestaltung schwebte Celine Achenbach, Schülerin der Sekundarschule Anröchte/Erwitte, vor. Sie nahm vor wenigen Wochen an dem Projekt „LernFerien NRW“ teil, dass vom Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der Landesgewerbeförderstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks angeboten wurde.

„Insgesamt fünf Schüler der Sekundarschule Anröchte/Erwitte nahmen in diesem Jahr an den LernFerien teil“, so die stellvertretende Leiterin Ute Stukenberg. „Sowohl besonders begabte Schüler als auch solche, mit Förderbedarf, haben die Möglichkeit, sich hierfür anzumelden.“

Celine gehört zu den begabten Schülern ihrer Jahrgangsstufe, wie ihre Klassenlehrerin und Koordinatorin der LernFerien, Daniela Weidlich, verdeutlicht.

In den Lern-Camps soll unter anderem auch die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler gefördert werden. Das Projekt fand eine Woche lang in einem Bildungszentrum in Bielefeld statt. „In der Zeit mussten wir uns mit dem Thema ‚Identität, wie wir (gemeinsam) leben wollen‘ auseinandersetzen“, erzählt die Schülerin. „Dabei mussten wir uns auch mit den Medien und der Digitalisierung beschäftigen.“ So sei es eine der Aufgaben gewesen, einen Film mit dem Tablet zu dem Thema zu drehen. Auch die Art und Weise wie Menschen in den sozialen Medien auf andere Nutzer wirken sei angesprochen worden.

Anderer Umgang
mit Stereotypen

„Mir haben die LernFerien sehr viel gebracht“, betont Celine Achenbach. „Wir mussten die Ergebnisse unserer Aufgaben jeden Tag vor der gesamten Gruppe präsentieren. Als ich das erste Mal vor der Klasse stand und etwas vortragen musste, war ich noch sehr aufgeregt. Heute fällt es mit leichter.“ Darüber hinaus denke die Schülerin nach der Teilnahme an dem Projekt anders über Stereotypen und Vorurteile gegenüber anderen Menschen.

„Viele Mitschüler haben mich zuvor gefragt, warum ich denn freiwillig in den Ferien lerne“, sagt Celine. „Aber ich habe ihnen gesagt, dass man nicht die ganze Zeit das Gefühl hat, dass man lernt. Es ist mehr wie Freizeit und das Lernen passiert so nebenbei.“ Celines Klassenlehrerin Daniela Weidlich ist stolz auf das Engagement ihrer Schülerin. Es gehöre viel dazu, alleine an einem solchen Projekt teilzunehmen und eine Woche lang mit Menschen zusammenzuarbeiten, die man nicht kennt.

Die Sekundarschule nimmt seit 2015 an dem Projekt teil. „Es ist fester Bestandteil des Schulprogramms“, wie die stellvertretende Schulleiterin Ute Stukenberg verdeutlicht. Teilnehmen können jedes Jahr Schüler der achten und neunten Jahrgangsstufe.

LernFerien Nordrhein-Westfalen

Die LernFerien Nordrhein-Westfalen sind ein Angebot zur individuellen Förderung von Schülern in Nordrhein-Westfalen. Das heißt, dass alle Jugendlichen, die an den LernFerien-Camps teilnehmen, über fünf oder sechs Tage hinweg professionelle Unterstützung in unterschiedlichen Bereichen erhalten. Die LernFerien Nordrhein-Westfalen werden jeweils in den Oster- sowie den Herbstferien zu zwei verschiedenen Themenbereichen angeboten, an denen unterschiedliche Jahrgangsstufen teilnehmen können:

• Die „LernFerien NRW – Lernen lernen“ richten sich an Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse und 9. Klasse.

• Die „LernFerien NRW – Begabungen fördern“ richten sich an Schülerinnen und Schüler der 11. (G8/G9) und 12. (G9) Jahrgangsstufe von Gesamtschulen und Gymnasien.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.lernferien-nrw.de.

Mit freundlicher Genehmigung: (c) Assmann, Der Patriot

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