“Mit „Malteser-Spirit“ für das Ehrenamt begeistern”:: Der Patriot

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Anröchte – Ein aufgeschürftes Knie, das passiert auf dem Schulhof ganz schnell. Die Schüler an der Sekundarschule Anröchte/Erwitte können sich dann aber in guten Händen wähnen. Am Standort Anröchte haben jetzt nämlich 14 Siebt- und Achtklässler ihre Prüfung zum Schulsanitäter bestanden. Und damit können sie sich sogar um schwerwiegendere Verletzungen kümmern.

Voll einsatzbereit sind die frischgebackenen Sanitäter nun. Alle 14 haben sie ihre Prüfung in der Malteser Dienststelle in Belecke abgelegt. Die Prüfung hatte es in sich. Schriftlich, mündlich und praktisch mussten die jungen Leute ihr Können unter Beweis stellen, verrät Manfred Heimann, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Malteser Anröchte/Warstein, die die Ausbildung der Nachwuchssanitäter durchführen. Natürlich seien die Jugendlichen aber auch gut darauf vorbereitet worden, so Heimann.

In 45 Unterrichtseinheiten haben sie alles gelernt, was sie als Nachwuchssanitäter wissen müssen. Die erste Einheit bestand dabei aus den Grundlagen, die man normalerweise bei einem Erste-Hilfe-Kurs lernt. „Ansonsten geht die Ausbildung, die die Schüler da absolviert haben, aber über einen normalen Erste-Hilfe-Kurs hinaus“, erklärt Heimann. Die Schüler hätten dabei unter anderem gelernt, Blutdruck zu messen. Auch die Herz-Lungen-Wiederbelebung gehöre zu der Ausbildung dazu. Aktuell hätten die Malteser bundesweit eine Aktion, bei der darauf aufmerksam gemacht wird, wie wichtig diese ist. „Die Schüler sind da jetzt alle sehr fit drin“, sagt Heimann.

Seit vier Jahren betreuen die Malteser Anröchte/Warstein schon die Sanitäterausbildung an der Sekundarschule. Los geht’s damit in der 7. und 8. Klasse, damit sowohl am Standort in Anröchte als auch ab der 9. Klasse in Erwitte die Ersthilfe im Notfall gewährleistet ist. An den leuchtend orangenen Westen oder an den einheitlichen Malteser-Shirts sind die jungen Einsatzkräfte dann auf dem Schulhof zu erkennen. Im Notfall können sich ihre Mitschüler an sie wenden.

Aber es gehört noch mehr zum Schulsanitätsdienst als diese Einsätze. So treffen sich die ausgebildeten Sanitäter alle zwei Wochen in der Pause mit Manfred Heimanns Sohn David, der ebenfalls bei den Maltesern ehrenamtlich aktiv ist. Er spreche dann mit den Schülern über die Einsätze, die sie in der letzten Zeit hatten. Außerdem würde er interne Fortbildungen während der Treffen anbieten. Gleichzeitig dürften all die jungen Sanitäter einmal im Jahr an dem Pfingstzeltlager der Malteser teilnehmen.

„Durch den Dienst bei den Maltesern wachsen die Schüler an Sozialkompetenz“, sagt Claudia Grätz. Sie ist Koordinatorin des Schulsanitätsdienst von den Maltesern in der Erzdiözese Paderborn. Sie glaubt außerdem, dass die jungen Leute so schon früh für das Ehrenamt und das Miteinander in einer Organisation begeistert werden können. „Das ist der Spirit der Malteser.“

Bezahlen muss übrigens kein Schüler für die Ausbildung. Obwohl diese rund 150 Euro kosten würde, verrät Grätz. Eine Förderung bekäme das Programm durch die Glücksspirale. Der Großteil würde aber durch die Malteser finanziert.

Mit freundlicher Genehmigung: (c) Rinsche, Der Patriot

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