“Schüler mit neuer Methode individuell fördern” :: Der Patriot

Sind stolz auf das Zertifikat „Zukunftsschule NRW“(v.l.): Alfred Schmidt, Ute Stukenberg, Dirk Trombern, Carola Pichmann, Ralf Hüls, Bettina Marbeck, Stephan Kosmahl und Peter Wessel.    Foto: Assmann

ANRÖCHTE / ERWITTE    Die Sekundarschule Anröchte/Erwitte ist nun eine der Leuchtturm-Schulen in Nordrhein-Westfalen, die an dem Angebot „Zukunftsschulen NRW – Netzwerk Lernkultur Individuelle Förderung“ des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen teilnehmen. Hierbei handelt es sich um eine neue Lernmethode, bei der die Schüler individuell gefördert werden.

Vor rund eineinhalb Jahren führten die Lehrer Stephan Kosmahl und Ksenia Fegler die neue Lernmethode in den Jahrgangsstufen 6 und 9 an der Sekundarschule ein, wie Schulleiterin Carola Pichmann berichtete. Jetzt stellte Kosmahl die begleitete Netzwerkarbeit im Bereich der individuellen Förderung noch einmal Vertretern der Gemeindeverwaltung Anröchte sowie der Stadtverwaltung Erwitte vor.

Bei der neuen Lernmethode arbeiten die Schüler ein halbes Jahr lang in Gruppen zusammen. Diese werden heterogen zusammengestellt, wie Kosmahl erklärte. Das bedeute, dass Schüler mit unterschiedlichen Kompetenzen zusammengesetzt werden, um so maximal gefördert zu werden. Jeder Schüler bekommt eine Teilaufgabe, die dann in der Gruppe vorgestellt wird.

Schulleiterin Carola Pichmann nannte hierfür ein Beispiel: So gaben sie vier Schülern teile eines Textes, die sie lesen mussten. Die einzelnen Teile trugen sie anschließend zusammen. Diese Methode des Lernens sei deutlich effektiver, als wenn jeder nur für sich den Text lesen würde. Dabei stehe die Teamarbeit im Vordergrund. Auch das Gemeinschaftsgefühl werde hierdurch gestärkt. In verschiedenen zeitlichen Abständen evaluieren die Schüler die Teamarbeit.

Im Sinne der Verankerung der individuellen Förderung, vor allem im Unterricht, werden die Ergebnisse der Netzwerkarbeit allen Schulen Nordrhein-Westfalens zur Verfügung gestellt. Nach einem halben Jahr stellen sich die Gruppen neu zusammen.

Austausch mit anderen Netzwerkschulen

„Jeder Schüler kann für sich herausfinden, welche Methode für ihn die beste ist, um zu lernen“, so Pichmann. Gerade deshalb sei es gut, dass während der Unterrichte verschiedene Lernmethoden angewandt werden. „Ein gute Mischung ist das A und O“, betonte Pichmann. „Das macht den Unterricht auf für die Schüler abwechslungsreicher und spannender.“

Dass die Sekundarschule an dem Angebot „Zukunftsschulen NRW“ teilnimmt, ist etwas besonderes, wie Kosmahl erklärte. Denn hauptsächlich haben sich Gymnasien dafür angemeldet. Um das Angebot auch den Eltern näherzubringen, wird es regelmäßig beim Tag der offenen Tür sowie bei verschiedenen Infoveranstaltungen vorgestellt. Auch die Bürgermeister Peter Wessel (Stadt Erwitte) und Alfred Schmidt (Gemeinde Anröchte) befürworteten die Fördermethode. Sie halten es unter anderem für positiv, dass die Sekundarschule im stetigen Austausch mit anderen Netzwerkschulen steht.

Mit freundlicher Genehmigung: (c) Assmann, Der Patriot

>>MEHR ZU DIESEM THEMA<<

Getagged mit: , , , , , , , , ,