“Sekundarschule als „Schule ohne Rassismus“ zertifiziert” :: Der Patriot

Hinweistafeln, die mit der Aufschrift „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ versehen sind, überreichte Bürgermeister Peter Wessel an die Schule. Sie werden umgehend an den Gebäuden in Anröchte und Erwitte abgebracht. Foto: Görge

 

Zusammen mit Patin Nina Wortmann (M.) freuten sich Alfred Schmidt, Carola Pichmann, Inga Bökmann, Ute Stukenberg und Peter Wessel (v.l.) im Kreis der Schüler über die Zertifizierung. Foto: Görge

 

ANRÖCHTE / ERWITTE    Als „besonderen Moment, den man feierlich begehen wolle“, charakterisierte Rektorin Carola Pichmann die Zertifizierung der Sekundarschule Anröchte/Erwitte als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dies dokumentiert nun besonders eine passende Urkunde, die Inga Bökmann, die mit zum Team des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Soest gehört, überreichte. Eindrucksvoll gestalteten Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Nationen ihr multikulturelles Mit- und Füreinander und stellten so die Inhalte des heute so wichtigen Projektes vor.

Ute Stukenberg, stellvertretende Schulleiterin, berichtete den Gästen, u.a. den Bürgermeistern der beiden Trägerkommunen, Alfred Schmidt und Peter Wessel sowie den Fachbereichsleitern Ralf Hüls bzw. Bettina Marbeck, dass für die gestrige Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ umfassende Vorarbeiten nötig waren. Diese begannen bereits im Schuljahr 2015/2016. Basis dafür bildete der klar definierte Anspruch der Sekundarschule, dass „die jungen Flüchtlinge möglichst schnell eine Sprachförderung erhalten und ebenso schnell integriert werden“. Dafür, zeigte die Konrektorin auf, wurde ein eigenes Schulprogramm entwickelt. Dies zusammen mit der Schüler-, der Lehrer- und der Elternschaft. Nun ist man bestrebt, war den Worten von Ute Stukenberg zu entnehmen, gemeinsam weiter daran zu arbeiten und es fortzuentwickeln.

Netzwerk mit
1,5 Mio. Schülern

Erfreut und dankbar sind alle an der Sekundarschule darüber, dass mit der Anröchterin Nina Wortmann, die als Rollstuhlmodel längst einen prominenten Namen hat, als Schulpatin für das Projekt „Schule ohne Rassismus“ gewonnen werden konnte. Sie betonte gestern Morgen, dass jeder dem Rassismus und dem Rechtspopulismus entgegentreten kann. Dies könne u.a. schon im Freundeskreis beginnen. „Es gibt keine Menschen zweiter Klasse!“, unterstrich die Patin und machte Mut: „Jeder kann auch Zivilcourage übernehmen und sich für andere Menschen einsetzen!“

Nina Wortmann freute sich, dass die Sekundarschule eine Plattform bietet, um sich gegen Rassismus zu kämpfen.

Für den 21. Februar 2019 kündigte sie für die Sekundarschule eine spezielle Fotoboxaktion an. An Hand der entstandenen Bilder können die Schüler ihr Nein zum Rassismus öffentlich zeigen. Die Kinder und Jugendlichen im Blick sagte die Patin abschließend: „Die neue Generation soll ein gemeinsames Deutschland vorfinden, in dem niemand auf Grund seiner Herkunft stigmatisiert werde!“

Inga Bökmann vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises überreichte den Schulleiterinnen Carola Pichmann und Ute Stuckenberg, die gesamte Schüler- Lehrer- und Elternschaft inbegriffen, die Zertifizierungsurkunde. Sie verwies darauf, dass die Sekundarschule damit zum größten Schulnetzwerk in Deutschland zähle. Insgesamt gehören diesem Netzwerk gegen Rassismus 2700 Schulen mit 1,5 Mio. Schülern an.

Peter Wessel ergriff, auch im Namen seines Anröchter Kollegen Alfred Schmidt, das Wort. Er würdigte das Engagement der Schüler. „Schule ohne Rassismus ist ein Ziel. Ihr wollt dafür sorgen, dass eure Mitschüler nicht nach ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, nach ihrer fremden Sprache oder Glaubensrichtung beurteilt oder sogar schlimmstenfalls verurteilt werden. Ihr wollt offen bleiben und tolerant für Neues!“

„Gemeinsam seid
ihr unschlagbar!“

„Außerdem soll euch eure Courage helfen, euer Ziel zu erreichen; oder gegen Angriffe von außen zu verteidigen. Dies ist manchmal für junge Menschen schwierig, weil man noch lernen muss, persönliche Hemmnisse oder Ängste zu überwinden!“ Zum Schluss rief Wessel den jungen Leuten zu: „Gemeinsam seid ihr unschlagbar, nutzt diese Stärke, bremst die linken und rechten Ideologen aus!“

Die Schülerschaft gestaltete ein kleines Programm zum Thema und stellte dabei u.a. die Intention: „Wir sind eine Schulgemeinschaft in der jeder willkommen ist!“ aussagekräftig in den Fokus.

Mit freundlicher Unterstützung: (c) Görge, Der Patriot

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