Zeitzeugin Barbara Große berichtet über die DDR

In zwei packenden Stunden ließ uns Barbara Große teilhaben an ihren Erlebnissen, wie sie mit ihrer Familie in der DDR lebte und ab 1976 wiederholt versucht die Ausreise zu beantragen. Heute blickt sie zurück auf eine turbulente Zeit in der Diktatur und berichtet in vielen nahegehenden Details ihres Lebens, die neben ihrem Buch “Aus der DDR-Diktatur in die Mainzer Freiheit” auch durch 3000 Seiten der STASI-Akten festgehalten sind.

Barbara Große gelang es den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9 und 10 diese Tortur nahezubringen, indem sie die großen Meilensteine auf dem Weg in die BRD mit den Einblicken in das alltägliche Leben ihrer Familie vermischte und damit alle Zuhörenden nachempfinden ließ, welche Situationen sie durchzustehen hatten: Von der zunehmenden Überwachung durch die STASI, über die Reaktionen aus der Gesellschaft, nachdem sie aus ihrem Ausreisewunsch keinen Hehl mehr machten, bis hin zur Festnahme mit folgendem Gefängnisaufenthalt.

Die kurzweiligen Anekdoten gipfelten in der Überraschung, dass mit der geglückten Ausreise der Spuk immer noch nicht zu Ende war. Auch in der BRD wurde sie mit ihrer Familie bis 2 Wochen vor der Wiedervereinigung weiter beobachtet – mit dem Ziel, durch den Geheimdienst eliminiert zu werden.

 

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