“Courage-Coaches der Sekundarschule Anröchte/Erwitte klären über Homophobie auf” :: Der Patriot

“Courage-Coaches der Sekundarschule Anröchte/Erwitte klären über Homophobie auf” :: Der Patriot

Wollen mit ihrem Projekt aufklären und ein Zeichen gegen Homophobie setzen: (v.l.) Seraphina Weweler, Giorgina Fekaj, Jason Kischke, Julia Razlaf und Lilly Matuszewski. (c) ZIEMKE

Anröchte/Erwitte – „Wir sind bunt!“ – Unter diesem Motto haben die Courage-Coaches der Sekundarschule Anröchte/Erwitte ein neues Projekt im Themenbereich Homophobie in der Form einer Plakatausstellung umgesetzt.

Den Courage-Coaches ist es laut einer Mitteilung der Sekundarschule wichtig, dass zu dem Thema aufgeklärt wird, da es immer noch Unklarheiten dazu unter den Schülerinnen und Schülern gebe.

Seraphina Weweler, Lilly Matuszewski, Giorgina Fekaj, Julia Razlaf und Jason Kischke haben sich der LGBTQ-Bewegung (setzt sich für Interessen von Schwulen, Lesben, Bi-Sexuellen, Transgendern und queeren Personen ein) angenommen und verschiedene Erklärungen zu Bi-Sexualität, Pan-Sexualität und weiteren Begrifflichkeiten gegeben.

Außerdem haben sie Tipps zu verschiedenen Situationen formuliert, beispielsweise wie man es schaffen kann sich zu outen. 

Um zu verdeutlichen, wie viele Menschen die LGBTQ-Community bereits unterstützen, haben sie neben Informationsplakaten auch Fotos von Berühmtheiten ausgewählt. Die abgebildeten Stars seien selbst ein Teil der Community oder solche, die diese unterstützen. 

Die Plakatausstellung ist im Eingangsbereich der Sekundarschule Erwitte zu finden, wird in Zukunft aber auch nochmal am Anröchter Standort gezeigt.

Auf Nachfrage erklärt Lehrerin Madeleine Osterhage, dass die fünf Schüler nach einem Wochenendkurs ein Zertifikat erhalten haben, das sie als Courage-Coaches auszeichnet.

„Sie arbeiten neben der regulären Unterrichtszeit, eigenständig und projektartig.“ Osterhage selbst habe sich der Arbeitsgruppe angenommen, weil alle fünf in ihrer Klasse sind.

Durch die Unklarheiten, die den Schülern aufgefallen sind und eigenem privaten Interesse, sind sie mit der Thematik auf Osterhage zugekommen. 

Dann ging es an die Recherchearbeit, die Schule hat laut der Lehrerin etwa Broschüren beigesteuert. Herausgekommen ist die Plakatwand in einer Vitrine. „Wir haben die anderen Lehrer informiert, die sich die Plakate mit ihren Klassen angeguckt und dann nachbesprochen haben“, erläutert Osterhage.

Das Projekt zog sich wegen des coronabedingten Wechselunterrichts länger als gedacht, Start war bereits um die Herbstferien, so Osterhage. Aber auch die Pandemie hält die Gruppe nicht davon ab, ihre Projekte umzusetzen.

Mit freundlicher Genehmigung: (c) ZIEMKE, Der Patriot

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