“Neustart an der Sekundarschule Anröchte-Erwitte: Ute Stukenberg übernimmt kommissarische Leitung” :: Der Patriot

“Neustart an der Sekundarschule Anröchte-Erwitte: Ute Stukenberg übernimmt kommissarische Leitung” :: Der Patriot

Die Bürgermeister Henneböhl (l.) und Schmidt (r.) begrüßten Ute Stukenberg (4.v.l.) und Alexandra Falkenau (l.) in ihren neuen Positionen und dankten Ralf Hüls. Foto: Görge

Anröchte / Erwitte – „Gemeinsam schaffen wir das“, rief Ute Stukenberg den Mitgliedern der Schulzweckverbandsversammlung Sekundarschule Anröchte/Erwitte am Mittwochabend im Verlauf ihrer jüngsten Sitzung im Bürgerhaus zu. Zuvor hatten die Bürgermeister der beiden Nachbarkommunen, Alfred Schmidt und Hendrik Henneböhl, sie als kommissarische Leiterin der Bildungseinrichtung begrüßt.

Vor wenigen Tagen verließ Carola Pichmann, die in den vergangenen Jahren als Rektorin im Amt war, die Schule, um ihre neue Stelle in Ense anzutreten – der Patriot berichtete. Damit ist der Weg für einen Neustart an der Sekundarschule frei, die bekanntlich in den vergangenen Jahren immer wieder viel Kritik einstecken und sinkende Anmeldezahlen verkraften musste.

Ute Stukenberg kam 2015 an die Sekundarschule, nachdem sie zuvor die Edith-Stein-Ganztagshauptschule in Geseke geleitet hatte, und übernahm die Didaktische Leitung. Im Februar 2018 wurde ihr die stellvertretende Leitung der Sekundarschule übertragen.

Wichtig ist der kommissarischen Leiterin, allen Schülern ein Vorbild sein zu dürfen. Außerdem möchte sie den Kindern und Jugendlichen die eigenen Kompetenzen vor Augen führen. Am Herzen liegt ihr auch, das Fairplay im Sportunterricht zu vermitteln, um somit zu einem besseren Miteinander beitragen zu können.

Ihren Antrieb, als Lehrerin zu arbeiten bezieht daraus, „die Schule als Lernort erfahren zu dürfen: Niemand wird abgehängt“. Unter anderem nannte sie auch noch „das integrierte Konzept, die Schülerinnen und Schüler lernen gemeinsam auf unterschiedlichen Kompetenzstufen“. Ihren Fokus richtet sie ebenso auf folgende Anliegen, „in einem gut funktionieren Team zu arbeiten zu dürfen“ und „die Schule an einem Standort mit einer regionalen Vernetzung zu versehen“.

Visionen für die Zukunft skizziert

Zusammen mit ihrem Kollegium ließ sie die Schulzwecksverbandsversammlung wissen, ist sie derzeit dabei, ein Leitbild für die Schule zu erstellen. Darin dürften sicher auch das bisherige Engagement gegen Gewalt und Rassismus sowie der hohe Stellenwert, den seit Jahren die Berufsorientierung einnimmt, ihre Erwähnung finden.

Ute Stukenberg skizzierte zudem ihre Visionen für eine erfolgreiche Zukunft der Sekundarschule, die jedem Kind eine passgenaue Bildung bietet. Ebenso soll die Bildungseinrichtung in die Region ausstrahlen und deshalb mit ihrem Schulprogramm punkten.

Ein Ausrufezeichen setzte die Lehrerin gleichfalls mit ihrem Ziel, „die Zusammenarbeit mit den Grundschulen in der Region auszubauen und die Kommunikation mit ihnen zu verstärken“. Mit Blick auf dieses Vorhaben sagten ihr die Bürgermeister Schmidt und Henneböhl uneingeschränkt ihre Unterstützung zu, damit die Grundschulen, den Mädchen und Jungen ihrer Entlassjahrgänge und deren Eltern auch den Weg zur Sekundarschule weisen. Dies wurde aus Reihen der Politiker, die die Gemeinde Anröchte und die Stadt Erwitte im Schulzweckverband vertreten, ebenfalls begrüßt, um die Sekundarschule vor Ort weiter zu stärken.

Dies speziell auch vor dem Hintergrund, darauf machten einige Politiker aufmerksam, dass eine weiterführende Schule, die außerhalb der Grenzen von Anröchte und Erwitte ihren Standort hat, mit großen Plakaten um heimische Schüler wirbt.

Gleichfalls steht Ute Stukenberg, wie sie am Mittwochabend betonte, dafür, dass die Schülerschaft die Schule gerne besucht und die Eltern die dort geleistete Arbeit unterstützen. Damit verbindet sie die Hoffnung, dass „die Schulgemeinschaft hinter der Schule steht und das Vertrauen gestärkt wird“.

Angesprochen wurde die Lehrerin von der Politik auf die Anmeldezahlen für das Schuljahr 2021/2022. Die Bilanz weist derzeit 38 Anmeldungen auf. Stukenberg gab sich aber optimistisch, dass sich diese Zahl in der nächsten Zukunft noch auf etwa 45 erhöht; unter anderem durch Rückläufer, die bisher noch andere weiterführende Schulen besuchen.

Einstimmig entschieden wurde in der Sitzung über eine notwendige Änderung der Satzung des Schulzweckverbandes der beiden Kommunen. Dies vor dem Hintergrund, dass bekanntlich mit Ablauf des Schuljahres 2020/2021 der Standort in Erwitte aufgegeben wird. Zum Start des Unterrichtsjahres 2021/2022 werden alle Jahrgangsstufen ausschließlich am Standort Anröchte unterrichtet. Dafür schafft die Gemeinde Anröchte die Infrastruktur für den geregelten Unterrichtsbetrieb, übernimmt die Geschäftsführung und stellt das Personal für den äußeren Schulbetrieb, wie zum Beispiel die Hausmeister, die Besetzung des Sekretariats, für den Betrieb der Mensa oder die Reinigungskräfte.

Wechsel an der Spitze

Die Mitglieder der Schulzwecksverbandsversammlung wählten am Mittwochabend Alexandra Falkenau, Leiterin des Haupt- und Personalamtes der Gemeinde Anröchte, einstimmig zur neuen Zwecksverbandsvorsteherin Sie tritt damit die Nachfolge von Ralf Hüls an. Der Wechsel begründet sich damit, dass Ralf Hüls, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters und Ordnungs- und Sozialamtsleiter in Anröchte, in kurzer Zeit in die Freizeitphase der Altersteilzeit wechselt.

Mit freundlicher Genehmigung: (c) GÖRGE / Der Patriot

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