Gemeinsam Farbe bekennen: Graffiti-Projekt setzt Zeichen für Respekt

Mit Kreativität, Teamgeist und jeder Menge Farbe haben neun Schüler*innen der Sekundarschule Anröchte/Erwitte ein besonderes Zeichen für ein respektvolles Miteinander gesetzt. Gemeinsam mit dem Graffiti- und Streetart-Künstler Philipp Uthman und begleitet von Schulsozialarbeiter Jörn Cordes entstand an einem Projekttag ein großformatiges Wandbild, dass nun das Treppenhaus der Schule schmückt.
Bereits im Vorfeld setzten sich die Jugendlichen in einer kurzen Vorbereitungsphase mit dem Thema „Respekt“ auseinander. Dabei wurde schnell deutlich, dass Respekt viele Facetten hat: gegenseitige Wertschätzung, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und die Akzeptanz unterschiedlicher Meinungen und Lebensweisen. Diese Gedanken hielten die Schüler*innen in eigenen Skizzen fest und brachten ihre Ideen kreativ zu Papier.
Aus den vielen unterschiedlichen Entwürfen entwickelte Graffiti- und Streetart-Künstler Philipp Uthman einen gemeinsamen Gesamtentwurf. Dabei war es ihm wichtig, möglichst viele Ideen der Jugendlichen aufzugreifen und zu einem harmonischen Gesamtbild zusammenzuführen. So entstand ein Motiv, in dem sich alle Beteiligten wiederfinden konnten.
Am Projekttag wurde aus den Zeichnungen schließlich ein beeindruckendes Wandbild. Gemeinsam griffen die Schüler*innen zu den Spraydosen und arbeiteten Seite an Seite mit dem Künstler. Für viele war es das erste Mal, ein Graffiti selbst zu gestalten. Mit viel Begeisterung, Konzentration und gegenseitiger Unterstützung entstand Schritt für Schritt ein Kunstwerk, auf das alle Beteiligten stolz sein können.
Neben dem kreativen Arbeiten verfolgte das Projekt vor allem ein sozialpädagogisches Ziel. Die Jugendlichen sollten erfahren, dass jede Idee zählt und jede und jeder mit den eigenen Fähigkeiten einen wichtigen Beitrag zum Gelingen eines gemeinsamen Projekts leisten kann. Das Graffiti steht deshalb nicht nur für das Thema Respekt, sondern auch für Partizipation: Aus vielen individuellen Vorstellungen wurde ein gemeinsames Werk geschaffen, ganz so, wie ein respektvolles Miteinander auch im Schulalltag funktioniert.
Schulsozialarbeiter Jörn Cordes, der das Projekt initiiert und begleitet hat, betont, dass es dabei um weit mehr als die Gestaltung eines Graffitis gegangen sei. Im Mittelpunkt habe die Erfahrung gestanden, dass jede*r Schüler*in mit den eigenen Ideen und Fähigkeiten einen wichtigen Beitrag leisten könne. Durch die gemeinsame Arbeit an einem großen Kunstwerk werde erlebbar, wie Partizipation funktioniert und wie aus vielen unterschiedlichen Perspektiven etwas Verbindendes entstehen kann. Gleichzeitig stärke ein solches Projekt das Gemeinschaftsgefühl und fördere einen respektvollen Umgang miteinander.
Das fertige Graffiti verschönert nun das Treppenhaus der Sekundarschule Anröchte/Erwitte und ist täglich für die gesamte Schulgemeinschaft sichtbar. Es erinnert Schüler*innen ebenso wie Lehrkräfte daran, wie wichtig Respekt, Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung für ein gelungenes Miteinander sind. Gleichzeitig zeigt das Kunstwerk, dass aus vielen unterschiedlichen Ideen etwas entstehen kann, das weit mehr ist als die Summe seiner Einzelteile.
Möglich wurde das Projekt durch die finanzielle Unterstützung des Schulfördervereins. Die Sekundarschule Anröchte/Erwitte bedankt sich herzlich beim Förderverein für die Förderung dieses besonderen Projekts, beim Graffiti- und Streetart-Künstler Philipp Uthman für seine kreative Begleitung sowie bei allen beteiligten Schüler*innen für ihren großen Einsatz und ihre Begeisterung. Das neue Wandbild wird die Schulgemeinschaft noch viele Jahre begleiten, als farbenfrohes Symbol für Respekt, Teilhabe und ein starkes Miteinander.









